I Am Legend – Bescheidener Titel

Poster - I Am LegendFilme, wo sich Will Smith drin tummelt, sind per Definition gut und lassen die Kinokassen freudig klingeln.
Scheint gemaess den Vorgaben aus den USA auch bei diesem Film der Fall zu sein.

Der Trailer lud zu einem Besuch ein. Dann macht man dies doch auch gleich.

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Ein Virus verbreitet sich auf der ganzen Welt und im speziellen in New York. Ratzfatz. Alle Menschen sind weg. Nein, nicht Alle. Gewisse sind immun dagegen. Eigentlich nur Robert Neville (Will Smith) und seine Huendin Sam.
Die restlichen Menschen sind entweder tot oder wurden zu Nachtsuchern.
Dr. Robert Neville verbringt seinen Alltag mit der Suche nach Nahrung und dem erforschen eines Heilmittels. Dadurch geraet er des Oefteren in Kontakt mit den zombiehaften Nachtsuchern.

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Kommt nur Will Smith im Film vor?
Ja, eigentlich schon. Der ganze Film ist auf ihn aufgebaut und funktioniert Dank diesem ueberlegten Schachzug.
New York in leerem Zustand zu sehen ist schon Mal eindruecklich. Wird aber zu Oft im Film gezeigt.
Ich wurde von Beginn an vom Film eingenommen. Er ist spannend und hat so die eine oder andere „Erschreckszene“. Der Film tendiert schon richtig zu einem sehr gut gemachten Zombiefilm. Einfach nur spannender.

Guter Mix zwischen die-Spannung-wird-solange-aufgebaut-bis-ja-ein-Schreckmoment-kommen-musste bis unerwartet-und-ueberraschend. Ich war fast den ganzen Film immer artig angespannt.

Die Szenen waren minimal gehalten und bestechen durch die Situationen selbst. Wie zum Beispiel, wo Smith mit die Huendin waescht und dabei ein Bob Marley Song laeuft. Simpel, aber eindruecklich.

Ein Schwachpunkt ist, dass die Handlung annaehernd gegen 0 tendiert. Arzt sucht Heilmittel.
Daher kann der Film wie oben beschrieben nur Dank Will Smith funktionieren. Waere da ein anderer Schauspieler ausgewaehlt worden, ein formidabler Flop waere geboren.

Persoenlich haette ich mehr erhofft vom Uebergang vom normalen Neville in den verrueckten Neville. Ebenso, wie er zu all den Erkenntnissen ueber die Nachtsucher und deren Verhalten kam.
Ja. Man sollte ja Actionfilme nicht nach deren Logik hinterfragen. Dies mache ich bei einem „Stirb langsam“ Streifen auch nicht, da der (un)bewusst keinen Anspruch auf Logik hegt. Aber irgendwie bin ich bei diesem Film gerade in der Stimmung. 😉
Vielleicht kann mir Jemand helfen:

  • Wieso trauen sich die Hunde raus, nachdem die Sonne weg war, aber kein einziger Nachtsucher stuerzt sich auf hilflose Opfer?
  • Haben die Tierparks in New York echt nur ein Rudel Rehe und 3 Loewen?
  • Wer hat die Autos brav immer am Strassenrand parkiert, ausser dann nicht, wenn Smith gerade ein schraegstehendes Taxi brauchte?
  • Wie kommen Personen aus einem Gebaeude, dass umstellt ist mit Hunderten von Boesen? Es werden nur ein paar im Keller getoetet.
  • Wieso reagieren Nachtsucher nicht auf gesprochene Woerter wie „Sam, wo bist Du“, nicht auf Licht, welches von hinten direkt auf sie gerichtet wird, aber dann auf ein Knacken?
  • Ein paar Fragen spare ich mir noch auf, da sonst zuviel vom Film erzaehlt wird …

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Fazit
Guter Actionfilm mit und Dank Will Smith. Gespickt mit Erschreckelementen. Von der Handlung sollte man nicht zuviel erwarten.
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–> I Am Legend bei IMBD.com
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5 Kommentare »

  1. Nur mal ein paar Gegenfragen:
    Wieso die Frage, ob Smith in einem Smith-Film vorkommt?
    Wieso sollte man das verlassene NY weniger zeigen, wo es doch elementarer Bestandteil der ersten Hälfte des Filmes ist?
    Ist der Film wirklich ein Zombiefilm oder geht es nicht um etwas anders?
    Wieso kein Wort über die philosophischen Elemente des Films (von wegen 0 Handlung)?

    Ich fand die erste Hälfte mit seinem Endzeitszenario ja klasse. Die Natur nimmt sich zurück, was der Mensch ihr genommen hat. Auch auf psychologischer Ebene toll gemacht. Am Ende dreht der Film leider in eine religiöse Erlöserfantasie ab, die mir ziemlich übel aufstieß!

    Ansonsten empfehle ich Dir mal folgende Diskussion zu einer Kritik auf kino.de. Ich bin übrigens „Thorongil“ auf der Seite! 😉

  2. Wieso die Frage, ob Smith in einem Smith-Film vorkommt?

    In seinen letzten Filmen gab es eigentlich immer eine Art „Gegenpart(ner)“. Dieser Film war eigentlich auf ihn Alleine abgestuetzt. Man kann natuerlich noch den Hund dazu zaehlen

    Wieso sollte man das verlassene NY weniger zeigen, wo es doch elementarer Bestandteil der ersten Hälfte des Filmes ist?

    Dadurch sollte aus meiner Sicht gezeigt werden, dass Alles ausgestorben ist. Ebenfalls dass Smith auf sich Alleine gestellt ist. Dies wurde doch dem Publikum schon nach den ersten 10 Minuten klar vermittelt.
    Aber eben. Daran soll der Film nicht scheitern. Ist bei mir einfach so angekommen.

    Ist der Film wirklich ein Zombiefilm oder geht es nicht um etwas anders?
    Wieso kein Wort über die philosophischen Elemente des Films (von wegen 0 Handlung)?

    Gute Frage. Habe inzwischen ebenfalls andere Kritiken auf mich wirken gelassen und bin zu einer bahnbrechenden ( 😉 ) Erklaerung gekommen:
    – Ich habe kein Buch gelesen, von dem „I Am Legend“ inspiriert ist.
    – Ich habe keinen Film gesehen, von dem „I Am Legend“ inspiriert ist.
    – Ich ging ins Kino mit der Erwartung eines Actionfilms, der unterhaelt. (den habe ich bekommen)
    Und aus diesen Gruenden habe ich den Film aus anderen Gesichtspunkten angeschaut und eingeschaetzt.
    Dadurch habe ich auch keinen philosophischen Ansatz bewusst gesucht.

    Am Ende dreht der Film leider in eine religiöse Erlöserfantasie ab, die mir ziemlich übel aufstieß!

    Dies ist in der Tat befremdend.

    Kino.de Kritik werde ich mir dann Mal zu Gemuete fuehren.

  3. In der kino.de-Kritik ging es mir mehr um die Diskussion, da dort einige philosophische Assoziationen angesprochen werden, die man beim Sehen des Films automatisch bekommt.

    „28 Tage später“ hast Du nicht gesehen? Den könnte man beispielsweise als Inspiration nehmen. Hier fehlt aber der philosophische Ansatz.

    Neville ist allein in NY. Die Szenen des ersten Teils des Films beschreiben Auswirkungen und auch schon (teilweise versteckt) die Ursachen des Szenarios. Sehe keine Stelle, wo man da hätte kürzen sollen. Genau das habe ich mir nach Sichung des Trailers auch erwartet. Nur diesen dämlichen Schluss eben nicht!

  4. tuco71 said

    Ausführlicher Kommentar zum Film unter http://tuco71.wordpress.com/

  5. mick149 said

    Naja, also diese Fragen nach der Logik….

    Die Hunde trauen sich wegen der untergehenden Sonne auch erst ganz allmählich raus, und die Infizierten Menschen sind auch schon am Start, aber eben vorsichtiger.

    Was die in Einzelszenen gezeigten Wildtiere nun mit der Wildpopulation New Yorker Tierparks drei Jahre zuvor zu tun haben sollen – voll daneben

    Die Autos stehen mal schräg, mal kreuzweise, mal aufgereiht wie man es auch erwarten würde.

    Ob noch mehr von den „Bösen“ angreifen als schon im Keller sind, kann man nicht sagen. Wenn jemand von ihnen die handgranate überlebt hat – ob sie die Frau im Kohlenschacht gesehen haben, oder auf die Idee kommen, dort zu suchen, weiß man nicht. Bei Sonnenaufgang werden sie sich vermutlich in ihre Zufluchten zurückgezogen haben.

    Die Infizierten kauern in so einer merkwürdigen Stellung in einer Art Trance vor sich hin. Wie sie genau reagieren, bleibt unklar. Durch erste Laute werden sie halb aufgeweckt, dann gehts richtig los.

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