American Gangster – Washington als Boesewicht?

Poster - American GangsterWashington hat sich dieses Mal die Gangsterrolle uebergezogen. Kommt das wirklich gut?

Ich bin mir noch nicht sicher. Irgendwie bin ich noch etwas im Clinch, was ich vom Film halten soll.
Der Film ist mit knapp 160 Minuten sehr lange ausgefallen, aber fuer mich doch zu kurz gewesen. Zu kurz um zu den vielen Nebenpersonen eine Beziehung zu erhalten.
Dazu spaeter etwas mehr.

Frank Lucas (Denzel Washington) ist der „Fahrer“ von Bumpy. Dieser stirbt nach einer kleinen Rede ueber die gute alte Zeit. Frank entschliesst sich darauf, dessen Werte weiter zu leben.
Er steigt durch eine gewiefte Idee schnell zum Drogenboss auf. Sein „Blue Magic“ hat die doppelte Konzentration und wird fuer die Haelfte vom Konkurrenzpreis auf dem Markt angeboten.
Parallel gibt es den Polizisten Richie Roberts (Russell Crowe), welcher ein lausiger Vater ist, aber dafuer Einer der wenigen nicht korrupten Polizisten.
Diese beiden Straenge werden mit der Zeit immer mehr und mehr miteinander verwoben, bis es ein Strang ist. In diesem kommen dann alle Schattierungen und Gruppierungen, wie korrupte Polizisten, mordende Familienvaeter, kaeufliche Diktatoren, klauende Junkies, etc. ihren Platz, bis es zum unausweichlichen Ende kommt. Kommen muss.

Denzel Washington kommt gut rueber als „Clanboss“, auch wenn die boese Rolle fuer ihn etwas ungewohnt ist. Aehnlich, wie wenn Bruce Willis in einem Shakespeare Stueck mitspielen wuerde oder muesste.
Dem Russell Crowe seine Rolle nehme ich nicht ganz ab. Mir kam es rueber, als versuchte man mit allen Mitteln das Bild aufzubauen, eines nicht beziehungsfaehigen Familienmenschen, aber korrekten Polizisten.

Warum ich im Clinch bin? Die Geschichte an sich ist gut. Ich bin der Typ fuer solche mafiaaehnlichen Filme. Aber irgendwie war und ist mein Problem, dass der Film zuviel abdecken wollte. Jedes Klischee wurde bedient. Leider konnte dabei Nirgends eine Tiefe erreicht werden, die mich an den Stuhl fesselte. Jetzt das mit den Fesseln nicht falsch verstehen;).
Sein Aufstieg vom Fahrer zum Boss als Beispiel ging mir viel zu schnell. Klar, es gab 2, 3 Szenen wo er sich durchsetzen musste.
Ebenfalls haette ich noch gerne etwas mehr von der Seite seiner Frau Eva (Lymari Nadal) erfahren. Sie war eigentlich von Anfang bis zum Ende ein Anhaengsel.
Andererseits stellt sich die Frage, ob es ueberhaupt moeglich ist, soviele Aspekte in einem Film unter zu bringen oder ob Ridley Scott das Maximum rausgeholt hat?

Fazit
Guter Gangsterfilm, wo Alles abdeckt ohne jedoch Nirgends zu fest in die Tiefe zu gehen. Unterhaltung mit einer Prise Gewalt und einigen emotionalen Punkte.

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–> IMDB

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