Eastern Promises – Toedliches Versprechen der Russen?

Poster - Eastern PromisesAragorn als Fahrer der Russenmafia in einem Film mit dem Titel „Toedliches Verbrechen“ und dies zur besinnlichen Weihnachtszeit?

Viggo Mortensen fand ich ihn „Herr der Ringe“ brauchbar, in „Hidalgo“ verspielte er viele Punkte. Diese holte er aber locker wieder mit „A History of Violence“ rein. In diesem Film fuehrte David Cronenberg Regie.
Und genau dasselbe Duo kommt nun mit „Eastern Promises“ ins Kino. Ein sehr guter Grund fuer mich den Film anzusehen ohne gross vorher irgendwelche Trailers / Kritiken zu kontaktieren.

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Um was geht es? Zu Beginn wird ein Gangster beim Friseur ermordet. Was schon Mal ein erstes Licht auf die brutale Seite des Films hinweist. Gleichzeitig erscheint ein hochschwangeres Maedchen in einem Krankenhaus. Waehrend der „Fruehgeburt“ stirbt das Maedchen und das Neugeborene kommt in die Haende der Hebamme Anna (Naomi Watts). Womit auch die menschlichere, weichere Seite Einzug haelt.
Das tote Maedchen war im Besitz eines Tagebuches, welches in russischer Sprache verfasst ist. Anna’s Onkel Stepan (Jerzy Skolimowski) uebersetzt es fuer sie. Eine Visitenkarte des Restaurants Trans-Siberian befindet sich zwischen den Tagebuchseiten. Bevor das Buch fertig uebersetzt ist, besucht Anna das Restaurant und freundet sich mit dem russischen Besitzer Semyon (Armin Mueller-Stahl) an. Vor dem Restaurant kommt sie das erste Mal in Kontakt mit Seymon’s Sohn Kirill (Vincent Cassel) und dessen Fahrer Nikolai (Viggo Mortensen).
Seymon zeigte kein grosses Interesse an der Geschichte von Anna und dem neugeborenen Kind bis das Tagebuch erwaehnt wird
… mehr gibt es auch dieses Mal nicht.

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Im Verlaufe des Films, welcher sich um die russische Mafia in London und deren Machenschaften dreht, wird die Gewalt sehr direkt gezeigt. Es ist daher kein familientauglicher Film oder was Nettes zu Weihnachten.

Aber fuer mich stimmt die Mischung genau. Es passt. Nicht wie in anderen Filmen, wo die Gewalt Ueberhand nimmt. Hier wird sie dazu benutzt, um die Personen und Geschichten glaubwuerdig zu machen. Zum Beispiel nehme ich dem Viggo Mortensen seine umbarmherzige Rolle ab, aufgrund der von ihm angewandten Brutalitaet.

Ganz eindruecklich kamen mir die 3 Schauspieler Mortensen, Cassel und Mueller-Stahl rueber. Naomi Watts verblasste fast etwas. Mortensen als verschwiegener Fahrer, Cassel als Sohn, der in eine Rolle gezwungen wird und Mueller-Stahl als vaeterliches Oberhaupt der Milde walten laesst, aber keine Schwaeche zulaesst.

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Fazit
Fuer mich ganz klar ein Film, welcher man nicht verpassen sollte. Aber nur, wenn „An-die-Nieren-gehende“-Szenen in einem Film kein Problem sind.
Aus meiner Sicht die beste Rolle von Viggo Mortensen.

Was ich mich schon die ganze Zeit frage ist, ob zuviel Brutalitaet real gezeigt wird?
Wie oben beschrieben, geht es fuer mich in Ordnung. Doch sehen das Andere auch so?

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–> IMDB

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PS: Natuerlich ist die Kampfszene im Dampfbad etwas vom einpraegsamsten, was ich in diesem Jahr an Nahkampfszenen gesehen habe. Und nicht, weil da gewisse Personen nackig herumhuepfen ;)

4 Kommentare »

  1. bullion sagte

    Klingt durchaus interessant, wenngleich ich von „A History of Violence“ nicht vollends überzeugt war. Werde ich wohl irgendwann auf DVD nachholen…

  2. Was hat Dir an „A History of Violence“ nicht so gefallen?

    Ich hätte mir eine wendungsreicheres oder auch offeneres Finale gewünscht.

    Bekommst ;)

    Leider hat mir die aktive Vergangenheitsbewältigung von Tom/Joey nicht sonderlich gefallen.

    Vielleicht hast aehnliche Schwierigkeiten mit Anna’s Onkel Stepan. Nein. Eigentlich nicht in dem Ausmass.
    Die Art von Bewaeltigung wird bei Eastern Promises durch den Leitfaden Tagebuch mitgeteilt. Kann, wenn man sich darauf einlaesst doch etwas an die Niere gehen.

    http://moviescape.wordpress.com/2006/09/20/a-history-of-violence/

  3. mediensucht sagte

    Finde die Brutalität jetzt nicht so außergewöhnlich. In den modernen Horrorserien geht es da doch rabiater zu. Cronenberg zeigt die Dinge einfach, wie sie sind, ohne etwas zu beschönigen.

  4. Ja, aber die Horrorserien sind eben Horror ;)

    Als Beispiel sehe ich gleich die erste Szene im Friseurladen. Da wird direkt die „Handlung“ gezeigt und nicht ausgeblendet. Oder auch die Szene im „Maedchenclub“. Oder Dampfbad. Das sind Sachen, die man sich eben real vorstellen kann und nicht fiktiv sind. Daher mein Eindruck..

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