Ein neuer Fantasy-Film, basierend auf Philip Pullmans Buecher fand den Weg ins Kino. Kommt er an die gelungene Verfilmung der Tolkienbuecher heran?
Diese Frage fand sich in den letzten Wochen in so mancher Kritik wieder.
Aber wieso eigentlich? Wieso sollte man „The golden Compass“ mit „Lord of the Rings“ vergleichen?
- Es sind Filme, basierend auf Buechern. Gut, die gibt es fast wie Sand am Meer.
- Es kommen Fantasy-Wesen vor. Kommen Heute doch in fast jedem 5. Film vor.
- Ein Kind ist die Hauptperson. Ist ja auch eine Art „Kinderbuch“.
- Eine Gruppe unterschiedlicher Kreaturen tut sich zusammen um die Welt zu retten. Hallo. Es ist ein Fantasy-Film und da ist das Schema immer aehnlich.
Daher wird es keine „Ich-finde-Lord-of-the-Rings-Besser“-Kritik werden.
Kurz zur Geschichte: Lyra (Dakota Blue Richards) bekommt von ihrem Onkel Lord Asriel (Daniel Craig) einen Kompass geschenkt. Den goldenen Kompass. Lord Asriel ist ein Abenteurer, welcher das Einverstaendnis und das Geld fuer eine Expedition in den hohen Norden sucht. Dies vom College Oxford bekommt und aufbricht.
Zur gleichen Zeit verschwinden mehrere Kinder. Darunter auch Lyra’s Freunde Roger (Ben Walker) und Billy Costa (Charlie Rowe).
Lyra lernt waehrend einem Essen am College die faszinierende Marisa Coulter (Nicole Kidman) kennen und kriegt von das Angebot, mit ihr auf eine Reise in den Norden zu gehen…
… und die Geschichte geht weiter. Mehr gibt es an dieser Stelle nicht ueber die Geschichte. Entweder man sieht sich den Film an, dann weiss man schon Vieles, man geht eh nicht oder man hat die Buecher bereits gelesen.
Was mir etwas unverstaendlich ist, wie ein kleines Kind, welches wohl selten die Schulfaecher besucht hat, auf einmal sehr intelligente Sachen vollfuehrt und Gedankengaenge hat, die sonst Niemand hat.
Nicole Kidman spielt gut, aber nicht ueberragend. Die kleine Lyra war manchmal zum in die Arme nehmen, wenn man sah, wie mutig sie war. Aber kam teilweise auch altklug rueber.
Fazit
Fuer mich eine runde Geschichte, die hervorragend in die kaeltere Weihnachtszeit passt. Nicht das Kino-Highlight des Jahres 2007, aber doch etwas fuer den Top 10.
Man wird gut unterhaltend, wenn man sich Tiere vorstellen kann die sprechen. Wenn man dies absurd findet, dann soll man sich das Geld sparen, in den Zoo gehen und Knut fuettern.
Genau diese „Jeder-Mensch-hat-einen-eigenen-Daemon-in-Form-eines-Tieres“-Geschichte war das interessante. Wer hat sich sowas nicht schon Mal vorgestellt? Aus diesem Grund, waren fuer mich die Daemonen im Film die Highlights. Dem Affen von Marisa Coulter moechte ich nicht am spaeten Abend begegnen. Auch nicht waehrend dem Tag.
Hoffentlich wuenscht sich jetzt nicht jedes Kind ein Eisbaer als Haustier, wie es bei Ratatouille der Fall war.
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–> IMDB
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koenich sagte
Ja Grosses Manitu, dieser Film ist für Liebhaber dieses Genres, und diese kommen voll auf Ihre Kosten. Ein Vergleich mit dem „Herrn der Ringe“ oder ähnlichen Geschichten ist albern, wie du schon sagtest es ist Fantasy, und „Der goldene Kompass“ weiß zu unterhalten.
grossesmanitu sagte
@koenich
Was haelst Du von Leistung von Kidman und Craig?
Kidman spielte gut, aber ich habe vielleicht zuviel erwartet, da sie in den Medien immer hochgelobt wurde.
Craig war ein bischen enttaeuschend. Kam aber auch nicht zu vielen Chancen.
hirngabel sagte
Daniel Craig war wirklich einfach viel zu wenig zu sehen, als dass man hier wirklich eine Leistung zu bewerten hätte. Abgesehen von den ersten 10-15 Filmminuten, in er einige Leinwandzeit hatte, war er ja praktisch nicht mehr wirklich vorhanden. Ich gehe mal davon aus, dass er in einem zweiten Teil vielleicht noch mehr Zeit eingeräumt bekommen würde. Wenn es diesen denn geben sollte.
Die Kidman war die Kidman würde ich mal sagen. Andererseits eignen sich derlei Filme immer recht wenig um einen wirklichen Gradmesser an Schauspielkunst abzugeben. Das war bei HdR nicht wirklich anders, da doch alle Figuren immer verhältnismäßig stereotyp angelegt sind.
Zum Thema „HdR-Vergleich“ habe ich ja meine Meinung schon kundgetan. Das ist nicht „albern“, sondern man kommt da schwer drum rum, da sowohl Buch als auch (mit Abstrichen) Film in ihrem Bereich *die* Referenzwerke des Genres sind.