Ja. Die erste Frage in diesem Film war: Wie duenn ist Keira Knightley inzwischen?
Sehr duenn ist die Antwort. Aber hat uns dies eigentlich zu kuemmern? Nein. Ist ihr Ding.
Deshalb zum Film. Muss zugeben, dass ich bereits Pride & Prejudice (Stolz & Vorurteil) gut fand, obwohl dieser doch eher in die schnulzigere Richtung tendierte.
Daher habe ich in diesen Film groessere Erwartung gesteckt. Unter anderem auch, da wiederum Joe Wright als Regisseur und Knightley als Schauspielerin zusammen arbeiteten.
Und wurde ich enttaeuscht? Nein.
Die Tochter des Hauses Cecilia Tallis (Keira Knightley) verliebt sich in den Sohn einer Haushaelterin, in Robbie Turner (James McAvoy). Die kleine Schwester Briony Tallis (Saoirse Ronan) beobachtet dies und streut sehr, sehr viel kindliche Fantasie bei. Gleichzeitig ist Besuch im Haus. Darunter die Lola, die schon mit ihrem Namen vorgibt, was sie auch ist. Die 13-jaehrige flirtet sehr offensichtlich mit einem sehr viel aelteren Herr. Dem Schokoladenkoenig.
Die Situation spitzt sich dann in mehreren Punkten an einem Abend zu und es endet in der Katastrophe.
Welche? Muesst ihr selber erfahren.
Nach diesem Abend hat Robbie Turner 2 Moeglichkeiten. Entweder ins Gefaengnis oder ins Militaer. Er entscheidet sich fuer Letzteres. Cecilia Tallis schwoert ihm „ewige Liebe“.
Eigentlich hoert sich die Geschichte bis jetzt wie ein ueblicher Liebesfilm an. Ist es aber nicht. Nur schon bis hierher trumpfte der Film mit viel Witz und Traurigkeit auf und verstaerkte diese mit sehr schoenen Bildern. Gleichzeitig wurden einige Situationen aus der kindlichen Sicht der Briony dargestellt, wie auch aus „erwachseneren“.
Der Film teilt sich dann auf in ungefaehr 3 Straenge, wo einmal das Leben von Robbie in der Armee zeigt, Cecilia’s Weggang und Briony’s Versuch der Abbitte, da sie erst mit dem Erwachsenwerden realisiert, was sie mit ihrer Fantasie zerstoert hat.
Diese 3 Straenge sind alle fast eine eigene Geschichte wert. Natuerlich kreuzen sich diese im Film ab und zu.
Mehr moechte ich gar nicht erzaehlen. Nur, dass es ein gelungenes Ende hatte.
Der Film spielt sehr schoen mit verschiedenen Wahrnehmungen, Grausamkeiten der Liebe, Fantasie und dem verzweifelten Weg von Suehne, Busse, Abbitte.
Keira Knigthley spielt sehr gut. Sie passt in solche Art von Filmen. Jedoch war fuer mich die kleine Briony eine Ueberraschung. Saoirse Ronan spielte diese so wunderbar schlicht.
Fazit
Ein Film, wo ein schwereres Thema in eine schoene Geschichte gehuellt ist. Wo Bilder, Musik und gute Dialoge gekonnt miteinander verwoben sind. Wo man lachen und auch gleich wieder weinen kann.
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–> IMDB
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Chline Pfupff sagte
Ziemlich passende Beschreibung des Films! Das Ende ist wirklich sehr gut konstruiert, wobei dies anscheinend nicht mit der Romanvorlage übereinstimmt. Wenn aber selbst der Autor sagt, dass das Ende gut ist und der Film ja nicht für ihn gedreht wurde, dann ist das schon ein Kompliment!
orangedoe sagte
Gut, dass auch mal jemand anderes den Film mag. Sehr schön, dass du auf das Ende hinweist, ohne es zu verraten (wie in anderen Kritiken bereits geschehen). Wenn ich es vorher gekannt hätte, wär einiges an Wirkung verloren gegangen.
Was Briony betrifft: Da gebe ich dir Recht. Ihr Spiel war hervorragend. (auch das der älteren) Irgendwie gibt sie einem das Gefühl, als würde sie auf einer anderen Ebene als alle anderen Charaktere stehen. Das macht im Nachhinein auch Sinn.
grossesmanitu sagte
Ja, diese Texte, wo beginnen mit „Der Moerder ist der Junge aus dem Fussballverein“ sind sehr toedlich.
Inzwischen koennte ich mir die mittlere Briony auch sehr gut in einem Horror-/Psychofilm vorstellen. Warum? Sie hatte so einen Blick drauf.
missyarvis sagte
Ich kann deiner Kritik zu stimmen. Finde alle Schauspieler gut, vielleicht am wenigsten den 18-jährige Briony (ist aber auch ein schwieriger Teil).
Lola ist übrigens 15.